Über

Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Ihr findet hier vegane Rezepte, die ich für mich entdeckte, ausprobierte und für gut befunden habe.

Warum vegan?

Zu Beginn des Jahres 2017 nahm ich mir als ein Ziel vor, weniger Milch zu kaufen.

Dies tat ich nicht aus gesundheitlich Gründen, sondern aus ethischen. Das Wissen über die unerträglichen Zustände, in denen so viele Tiere leben müssen, nur damit ich essen kann, worauf ich gerade Lust habe, brachte mich auf diesen Weg. Über dieses Wissen verfügte ich schon lange, habe es nur immer wieder verdrängt: es war nie Impuls genug, daraus dauerhafte Konsequenzen folgen zu lassen.

Aber wenigsten etwas wollte ich tun, irgendwo anfangen und eben dafür so weit es geht, auf den Kauf von Milch verzichten.

Dazu kamen dann verschiedene kleine Erlebnisse und Situationen, die von einem zum anderen führten: so las ich z.B. irgendwo den Spruch: „Es ist nicht die Milch deiner Mutter, warum nimmst du sie dir also so selbstverständlich?“, hier und da las und sah ich Berichte über das Leben der Milchkühe, dazu hatte ich dann noch einen extrem verstörenden Traum, in welchem ich herzhaft in Fleisch biss und nicht sagen konnte, ob es Tier- oder Menschenfleisch war und letztendlich war da noch die doch sehr intensive Yogazeit zu Beginn des Jahres und die damit einhergehenden Gefühle von Achtsamkeit und Empathie.

Auf einmal war es nicht mehr möglich, in Fleisch zu beißen. Selbst das Bio-Fleisch verlor seinen Reiz, denn ob nun glücklich oder nicht gelebt, gestorben wird ja doch immer gleich und wofür? Es kam mir auf einmal so unsinnig vor, Fleisch eines anderen Wesens zu essen. So als würde ich meinen Kater essen wollen?!?! Völlig absurd.

Und wenn ich bisher immer dachte: „Oh ich werde mich nie vegan ernähren können, ich werde niemals auf Parmesan verzichten können und Käse brauche ich auch ganz dringend immer wieder und backen kann ich mir ohne Eier gar nicht vorstellen, ach und meine leckeren Joghurtdrinks, auf die kann ich auch niemals verzichten…!“, merkte ich jetzt, wie leicht Verzicht doch sein kann und vor allem auch, wie gut es sich anfühlt, für das Wohl eines anderen Wesens auf etwas zu verzichten.

Auf einmal wollte ich tun, was ich konnte. In meinem Fall also überprüfen, welche Milchprodukte brauche ich wirklich und was kann ich weglassen oder austauschen?

Es begann mit Milch und ein bis zwei Wochen blieb es auch dabei. Dann wurde ich immer wacher für die Möglichkeiten. An der Käsetheke fand dann auf einmal die Kehrtwende statt und ich kaufte lieber vegane Aufstriche.

Immer öfter:

  • Brauch ich das wirklich?
  • Was wäre, wenn ich es nicht kaufen würde?
  • Was war alles nötig, damit ich das essen kann?
  • Was habe ich davon, es zu essen?
  • Wie stehen Aufwand, fremdes Leid und mein Konsum im Verhältnis?

Freiwilliger und freier Verzicht ist eine Wohltat für den Geist und für die Moral, das Gewissen. Es verändert einen, davon bin ich überzeugt. Und gerade in unseren Breitengraden und um so mehr in meiner Heimatstadt Berlin gibt es so unendlich viele Möglichkeiten, sein Essen anders zu gestalten.

Meine Ernährung ist nun viel bewußter, abwechslungsreicher, kreativer, mutiger und natürlich auch gesünder.

Kein Tier soll leiden, nur damit ich essen kann. Der Schritt, der dazu konsequenter- und logischerweise gehört: Kein Mensch soll leiden!

  • Muss ich wirklich Bananen bei Lidl kaufen, auch wenn ich weiß, dass die Arbeiter dafür unzumutbare Zustände ertragen müssen?
  • Kaufe ich billigen Kaffee und Kakao und Schokolade, auch wenn ich weiß, dass das niemals mit rechten Dingen zugehen kann?
  • Wer musste leiden, nur damit ich möglichst billig möglichst viele Anziehsachen kaufen kann?

Dazu dann noch das Sahnehäubchen (vegan versteht sich;): Ich will nicht noch mehr Anteil an der Zerstörung unserer Welt haben!

  • Welchen Strom beziehe ich?
  • Wieviel Müll entsteht durch mich?
  • Brauche ich Avocados, Bananen und alles andere oder reichen nicht auch Äpfel, Birnen und Co?
  • Womit wasche ich meine Haare?
  • Womit wasche ich meine Wäsche?

Was immer ich auch tue, es wird nie perfekt sein. Das kann die ideale Ausrede sein, um gar nicht erst anzufangen. Mir ist auch bewußt, dass es viele, viele Aspekte zu diesem Thema gibt, angefangen beim Streit darum, ob Honig nun vegan ist oder nicht, über den Gedanken an das Futter meines Katers, bis dahin, dass der Jäger anscheinend nunmal Wild schießen muss, damit es nicht überhand nimmt und den Wald nicht zerstört.

Ich ernähre und konsumiere mich also derart aus ethischen Gründen. Aber ich bemerke auch, wie gut es mir körperlich, geistig und seelisch tut, wenn ich mich von Früchten ernähre. Ich fühle mich leicht, frisch und rein.

Ich will niemanden belehren, jeder geht seinen Weg, dieser ist meiner und dazu gehören die Rezepte, die ich hier zeige.

Mehr von mir findet ihr hier:

Es wird Zeit, dass es Zeit wird. (eine Seite voll von allem: DIY, FLOGs, MEDIEN, FOTOS, MODE, BÜCHER, MUSIK, TEXTE, REISEN …)

Der Berlin (eine Seite rund um die Stadt Berlin)

Koriander-Archiv (Beiträge, die auf Es wird Zeit, dass es Zeit wird, keinen Platz mehr haben, wie z.B. auch alle vegetarischen und fleischigen Rezepte, die ich bisher auf dem Blog veröffentlicht habe) – noch im Um. und Aufbau!

 

 

Advertisements